The Empty Leader:
Führung neu denken
Wer führen will, muss nicht alles wissen. Nicht alles tun. Nicht alles im Griff haben. Im Gegenteil: Wahre Führung entsteht da, wo Raum entsteht. Für andere. Für Ideen. Für Entwicklung. Weniger Ich. Mehr Wirkung.
«The Empty Leader» ist mein Denkmodell für moderne, menschliche, mutige Führung. Es ist der Kern meines Führungsverständnisses, das ich auf der Seite «Führung» ausführlicher beschreibe. Kein Rezept. Kein Dogma. Sondern 50 Thesen zu neuer Führung und Retreats in Mürren. Als Einladung, Führung neu zu denken.
Warum ich The Empty Leader entwickelt habe
Führung ist für mich kein theoretisches Projekt. Sie ist Ausdruck eines langen Weges, geprägt durch über drei Jahrzehnte Berufspraxis und durch Erfahrungen, die weiter zurückreichen als jedes Mandat. Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der Leistung, Klarheit und Anspruch den Ton angaben. Eine Welt, die Stärke verlangte und damit Wirkung erzeugte, aber auch eine Welt, die Nähe nur selten kannte. Rückblickend erkenne ich in diesen Strukturen Mechanismen narzisstischer Führung: das Bedürfnis nach Bewunderung, die Betonung von Loyalität, die Sehnsucht nach Bedeutung, die Verletzbarkeit hinter der Fassade.
Als ich später in Unternehmen arbeitete, begegnete ich ähnlichen Mustern. Heroische Führungssysteme mit glänzender Oberfläche und brüchigem Kern. Organisationen, die stark wirken wollen, aber innerlich kaum Vertrauen entwickeln. Kulturen, die Stabilität versprechen und Abhängigkeit erzeugen. Teams, die viel leisten, aber wenig wachsen. Diese Systeme sind nicht das Resultat einzelner Persönlichkeiten, sondern Ausdruck tiefer psychologischer und kultureller Muster.
Mit der Zeit wurde mir klar: Führung kann Räume öffnen oder schliessen. Sie kann Menschen befähigen oder sie klein halten. Sie kann Klarheit erzeugen oder Angst verstärken. Sie kann Entwicklung ermöglichen oder verhindern.
The Empty Leader ist meine Antwort darauf. Nicht als Gegenprogramm, sondern als neue Perspektive. Es ist der Versuch, narzisstische und heroische Führungssysteme verständlich zu machen, ihre Dynamik zu entgiften und eine Form von Führung zu fördern, die frei ist von Selbstdarstellung. Eine Führung, die nicht sich selbst ins Zentrum stellt, sondern die Wirkung. Eine Führung, die auf Beziehung baut statt auf Kontrolle. Eine Führung, die nicht glänzen muss, sondern Verantwortung übernimmt.
Ich schreibe die 50 Thesen, weil ich weiss, wie sich solche Systeme anfühlen. Ich kenne die Verheissung und den Druck. Ich kenne die Stärke und die Schatten. Und ich weiss, wie viel Kraft darin liegt, diese Muster zu durchschauen und zu überwinden.
The Empty Leader ist kein Modell. Es ist eine Haltung. Still. Wach. Erwachsen.
Warum «empty»?
Weil die meisten Führungssysteme überladen sind. Mit Kontrolle. Mit Erwartungen. Mit Angst. Und weil echte Führung das Gegenteil braucht: Klarheit. Vertrauen. Präsenz. Empty meint nicht: leer im Sinn von bedeutungslos. Sondern: leer von Ego. Offen für das, was wirklich zählt.
Die 50 Thesen zu neuer Führung
Ein Kompass statt einer Karte. Gedanken, die widersprechen, verdichten, herausfordern. Nicht alle sind bequem, nicht alle abgeschlossen. Aber sie haben sich bewährt, in Coachings, Krisen, Umbrüchen.
Hier zur Übersicht der 50 Thesen zu neuer Führung.
The Empty Leader Führungs-Retreat
Sie wollen diesen Weg nicht nur lesen, sondern gehen? Im Führungs-Retreat in Mürren öffnen wir gemeinsam den Raum für Sie als Mensch in und mit Verantwortung, für neue Perspektiven auf alte Fragen und für Stille, Klarheit, Präsenz.
Hier erfahren Sie mehr über das «The Empty Leader»-Führungs-Retreat in Mürren.
Für wen ist das?
Für Menschen, die führen, in Institutionen, Organisationen, Unternehmen, Teams, Projekten. Für alle, die spüren: So wie bisher geht es nicht weiter. Und für jene, die wissen: Autorität ist leise.