In Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitenden dreht sich oft alles um die oder den Chef: Mails vorsortieren, Präsentationen gestalten, Termine organisieren, Ideen validieren, Aufträge und Bitten abbarbeiten. Aber diese Chefzentrierung ist nicht naturgegeben, sondern Symptom. Und vor allem: ein Bremsklotz für Eigenverantwortung, Kreativität und Wirksamkeit der Mitarbeitenden. Eine Absage an das Hofstaat-Prinzip – und ein Plädoyer für Kooperation.
WeiterlesenFührung ist nicht nur ein Akt des Handelns, sondern des Empfangens. Nicht diejenigen führen morgen, die am meisten wissen. Sondern jene, die still genug werden, um zu hören. Leer genug, um nicht im Eigenen stecken zu bleiben. Offen genug, um durch sich hindurch wirken zu lassen.
WeiterlesenEin Satz wie sein rechter Haken. Und einer, der hängenbleibt – weil er nicht nur von Mike Tyson kommt, sondern von der Realität selbst. Was wie eine Boxweisheit klingt, ist in Wahrheit eine radikale Infragestellung unseres Weltbilds: Was, wenn Planung nur eine Illusion ist? Was, wenn das Leben nicht nach Excel-Logik funktioniert, sondern nach der rauen Dramaturgie eines Boxkampfs? Dieser Text erzählt von der Wucht des Ungeplanten – und davon, was bleibt, wenn der erste Schlag alles weghaut, worauf wir gebaut haben: Kontrolle, Sicherheit, Strategie. Es ist eine Einladung, Pläne zu lieben und nicht an ihnen zu kleben. Und im Ernstfall mit blutender Lippe weiterzumachen. Nicht perfekt. Aber wach.
WeiterlesenIm Kampf der Egos scheint der Sieg das oberste Ziel zu sein. Ein Triumph bedeutet vermeintliche Stärke, Macht und Überlegenheit. Doch in Wirklichkeit sind es nicht die Gewinner solcher Kämpfe, die wachsen, sondern die Verlierer. Buddah‘s «In einem Krieg der Egos gewinnt immer der Verlierer.» ist mehr als ein Aphorismus – es ist eine Wahrheit über die Natur des Selbst, die unser Verständnis von Verlust, Sieg und dem wahren Sinn des Lebens auf den Kopf stellt.
WeiterlesenBevor Sie sprechen, wirken Sie. Führung beginnt nicht mit Worten. Sondern mit Zustand. Wer führt, sendet. Immer. Auch im Schweigen. Auch wenn er höflich lächelt. Auch wenn sie «strategisch kommuniziert». Körpersprache ist kein Werkzeug. Sie ist ein Symptom.
WeiterlesenWas wäre, wenn wir unsere Bundesverfassung genau hier neu beginnen liessen? Nicht mehr mit «Männer und Frauen sind gleichberechtigt», sondern mit: «Vor der Verfassung sind alle gleich.» Ohne binären Verweis. Ohne «und», «oder» oder «dazwischen». Einfach: gleich. Nicht, um Unterschiede zu leugnen – biologische, emotionale, soziale. Sondern um das tiefste Versprechen unseres Zusammenlebens neu zu fassen: Dass niemand durch seine Geschlechtszugehörigkeit mehr oder weniger zählt. Nicht vor dem Recht, nicht vor dem Staat, nicht vor dem Leben.
WeiterlesenFührung galt lange als Frage der Stärke. Aber Stärke genügt nicht mehr. Was heute zählt ist Präsenz. Nicht die heroische und allwissende Führungsperson mit dem Plan, sondern der Mensch mit offenem Ohr, weitem Blick und der Fähigkeit, auszuhalten, statt zu kontrollieren. Eine neue Erzählung von Führung – leiser, echter, wirksamer.
WeiterlesenFührung ohne Machtkritik ist Reinszenierung alter Muster. Wer heute führen will, muss bereit sein, Macht sichtbar zu machen. Und sie zu teilen. Nicht aus Gnade. Sondern aus Respekt.
WeiterlesenIdeen verändern unsere Welt. Sie sind der Ursprung von Innovation, Fortschritt und Wachstum in Gesellschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur. Aber was ist das wirkliche Potenzial einer Idee? Ist ihr primärer Wert das, was sie direkt bewirkt, oder vielmehr die Welle von neuen Ideen, die sie auslöst? Die Frage, ob die wichtigste Konsequenz einer Idee in der Entstehung weiterer Ideen liegt, beleuchtet die Dynamik zwischenKreativität und dem fundamentalen Wert von Inspiration und Wandel.
WeiterlesenWenn alles läuft, braucht es keine Führung, nur Prozesse. Aber wenn der Plan nicht mehr greift, braucht es Menschen, die Haltung zeigen. Leadership ist nicht Systemtreue, sondern Systemfähigkeit.
WeiterlesenWir haben keine Ideenkrise. Wir haben eine Raumkrise. Inspiration ist kein Zufall. Sie ist eine Folge innerer Bereitschaft – und genau daran mangelt es oft. Nicht an Kreativität. Sondern an Ruhe. An Offenheit. An der Fähigkeit, leer zu werden, bevor etwas entstehen kann. Wer ständig sendet, kann nicht empfangen. Wer immer nur weitermacht, verliert den Zugang zu dem, was wirkt. Dieser Text handelt nicht vom kreativen Feuer. Sondern vom Holz, das es braucht. Von der Stille vor dem Gedanken. Und davon, warum wir das Nichttun endlich als schöpferische Kompetenz begreifen sollten.
WeiterlesenDie Welt zu lieben – klingt pathetisch, ist aber revolutionär. Wer heute von Zärtlichkeit spricht, wirkt schnell mindestens naiv. Und doch: Amor Mundi, die Liebe zur Welt, ist kein romantisches Gefühl, sondern eine gesellschaftspolitische Haltung. Eine Entscheidung gegen Zynismus. Gegen Rückzug. Gegen Gleichgültigkeit. Nicht weniger als ein Kompass. Für alle, die bleiben wollen – und gestalten.
WeiterlesenLineares Denken führt nicht durch exponentielle Zeiten. Wer nur dann führt, wenn er sich sicher ist, wird nie führen. Führung heute heisst: entscheiden ohne alle Fakten, handeln im Nebel.
WeiterlesenWork-Life-Balance ist ein Kuhhandel. Sie klingt nach Gleichgewicht, nach Harmonie. Als liesse sich alles koordinieren: Karriere und Kindergeburtstag, Managementmeeting und Beziehungspflege. Mit etwas Zeitmanagement, etwas Achtsamkeit, etwas Yoga. Ein Mythos. Ein sedierendes Narrativ für eine Gesellschaft, die sich selbst beschwichtigt. Denn wer es ernst meint mit dem beruflichen Durchbruch – unternehmerisch, künstlerisch, geistig – zahlt. Mit Zeit. Mit Präsenz. Mit Nähe. Erfolg verlangt Fokus. Und Fokus bedeutet Verzicht. Ambition ist nicht vereinbar mit Alltagstauglichkeit. Familie ist kein Projekt. Liebe ist nicht effizient. Und wer glaubt, alles gleichzeitig haben zu können, lebt in einer Illusion.
WeiterlesenZu viel Freiheit ist Feigheit. Führung ist nicht Kuschelkurs. Wer alle alles selbst herausfinden lässt, delegiert nicht, er duckt sich. Wahre Führung ist klar und offen. Nicht diffus und nett.
WeiterlesenDer Zürich Pride fehlen dieses Jahr 150’000 Franken, weil Unternehmen wie Swisscom und Mini ihr Engagement überdenken – und Gilead es reduziert. Keine Katastrophe. Es ist eine Einladung. Eine Einladung, die Pride neu zu denken – jenseits von Corporate Identity, zurück zu queerem Mut, politischem Widerstand und menschlicher Nähe. Vielleicht ist es gut, dass nicht mehr jedes Logo mitmarschiert. Denn Stolz lässt sich nicht kaufen – aber leben.
WeiterlesenProzesse schaffen Sicherheit und entziehen Verantwortung. Was als Strukturhilfe gedacht, wird Ausrede. Prozesse widersprechen nicht. Verantwortung schon. Führung heisst nicht: sich absichern. Führung heisst: entscheiden. Auch dann, wenn der Prozess nichts sagt. Oder gerade deshalb.
WeiterlesenZum Todestag von Johanna Spyri feiern wir nicht nur eine Autorin, sondern einen Mythos: Heidi. Das Bergmädchen wurde zur Projektionsfläche einer idealisierten Schweiz – naturverbunden, rein, heimatlich. Was einst als Trost gedacht war, wurde zur kulturellen Last. Heute, inmitten von Klimakrise, Identitätssuche und gesellschaftlicher Zersplitterung, braucht die Schweiz neue Geschichten. Ist der nächste Mythos vielleicht keiner mehr – sondern eine gemeinsame Haltung?
WeiterlesenOb in Unternehmen, Spitälern, Verwaltungen oder Start-ups: Wenn von «Kulturwandel» die Rede ist, geht es oft um Strategien, Werte-Workshops und zugegebenermassen schön formulierte Visionen. Aber echte Kulturveränderung beginnt nicht auf Papier – sondern im Alltag. In den kleinen, unscheinbaren Momenten: Ein gemeintes «Danke», ein zugewandter Blick, ein kluges Schweigen. Kultur zeigt sich nicht im Organigramm, sondern im Miteinander. Wer sie ernsthaft verändern will, muss sie kultivieren – geduldig, bewusst, konsequent. Warum die informelle Kommunikation, die feinen Signale im Zwischenmenschlichen, mehr bewirken als jede Change-Massnahme – und wie Führungspersonen durch Vorleben statt Vorschreiben den grössten Hebel in der Hand halten. Ein Text über Haltung, Resonanz und die stille Kraft der kleinen Geste.
WeiterlesenKontrolle schafft keine Sicherheit, sie verhindert Entwicklung. Mikromanagement wirkt nicht nur im Kleinen. Es vergiftet das System. Was als Fürsorge beginnt, endet als Bremsklotz. Kontrolle macht langsam, ängstlich, abhängig. Und aus Kontrolle wird Struktur. Eine, die alles erstickt, was wachsen will. Wahrhafte Führung traut sich, loszulassen. Vertrauen ist nicht das Gegenteil von Kontrolle. Es ist ihre Überwindung.
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